Film

DER MÜDE TOD *

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Eine junge Frau bittet den Tod um das Leben ihres verstorbenen Bräutigams. Der Tod stellt dafür die Bedingung, dass die Frau ein anderes Leben retten muss. Daraufhin folgen drei schicksalhafte Episoden an unterschiedlichen Orten zu verschiedenen Zeiten – im Orient, im Italien der Renaissance und im kaiserlichen China. Doch ein Leben vereint, scheint für die Liebenden nicht vorgesehen zu sein… Die volksliedhafte Parabel über Liebe, die stärker ist als der Tod, wird auch als Reflexion auf die Traumata des Ersten Weltkriegs gesehen. Der expressionistisch geprägte Stummfilm besticht durch seine Bildsprache.
Bei der Berlinale 2016 im Februar fand in der Sektion „Berlinale Classics“ die Welturaufführung der restaurierten Fassung des Stummfilms statt. DER MÜDE TOD kam 1921 nicht als Schwarz-Weiß-Film, sondern mittels Virage und Tonung eingefärbt ins Kino. Durch die Wiedererschaffung der Färbungen wird der Film, unter der Leitung der Restauratorin Anke Wilkening, neu interpretiert und lebt in hervorragender Qualität wieder auf. Zudem komponierte Cornelius Schwehr eine neue Filmmusik, da die Originalpartitur von Giuseppe Becce nicht überliefert ist. Unter Dirigent Frank Strobel wurde die neue Komposition vom Rundfunk-Sinfonieorchester eingespielt.
Die Einführung zur Wiesbadener Premiere in unserem Murnau-Filmtheater am 23.3. gibt Prof. Dr. Norbert Grob, Filmwissenschaftler und Autor der Fritz-Lang-Biografie „Ich bin ein Augenmensch“ (2014).

Mehr Informationen zum Projekt gibt’s hier. In Zusammenarbeit mit ZDF/arte und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

Mi 23.3.16 20.15 Uhr
So 27.3.16 16.00 Uhr
Berlinale 2016
DER MÜDE TOD
Regie: Fritz Lang, DE 1921, 102 min, DCP mit eingespielter Musik von Cornelius Schwehr, FSK: ab 0, mit Lil Dagover, Bernhard Goetzke, Walter Janssen
Einführung: Prof. Dr. Norbert Grob am 23.3.

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