Film

STRAIGHT OUTTA COMPTON (OmU)

»

Mitte der 1980er Jahre gehört die Kleinstadt Compton im Süden von Los Angeles zu den Gegenden mit den höchsten Kriminalitätsraten der USA. Drogenhandel und Ganggewalt sind hier an der Tagesordnung. Doch anstatt der größtenteils afroamerikanischen Bevölkerung zu helfen, begegnet ihr die Polizei mit Rassismus und willkürlicher Gewalt. In dieser desolaten Situation treffen fünf junge Männer aufeinander, die in der Musik ein Ventil finden, ihren brutalen Alltag zu verarbeiten und ihre Stimme gegen die herrschenden Missstände zu erheben. Unter ihren Künstlernamen Dr. Dre, Ice Cube, MC Ren, Eazy-E und DJ Yella gründen sie gemeinsam die Hip-Hop-Gruppe N.W.A. (Abkürzung für „Niggas Wit’ Attitudes“) und erregen mit ihrem Album „Straight Outta Compton“ großes Aufsehen. Doch schneller Ruhm und Reichtum führen nicht nur zu einem Leben mit wilden Partys, Sex und Drogen, sondern auch zu Konflikten und Zerwürfnissen zwischen den Rappern…

Zur offiziellen Filmseite und dem Trailer geht’s hier.

Pressestimmen:

„Erinnert man sich daran, dass 1991 nach dem Freispruch der Polizisten, die Rodney King ohne Grund brutal verprügelten die schwarzen Viertel von Los Angeles in Flammen aufgingen, mag man ermessen, wie sehr N.W.A. mit ihrer von wuchtigen, harten Beats geprägten Musik und ihren schonungslosen Texten den Nerv der Zeit trafen. Diese Stimmung einzufangen ist der größte Verdienst eines Films, der auch bei fast zweieinhalb Stunden Lauflänge selten an Kraft verliert. Trotz der peniblen Darstellung der Vertragskonflikte, des langsamen Auseinanderdriften der Gruppe, der bisweilen etwas verklärenden Darstellung von Dr. Dre und Ice Cube […], ist STRAIGHT OUTTA COMPTON, ein mitreißender Film, der einer der einflussreichsten Bands jüngerer Zeit ein Denkmal setzt.“ (programmkino.de)

„Wäre der Film besser, wenn er die Frauenfeindlichkeit, das Runtermachen von Schwulen und die bösartigen inneren Zwistigkeiten nicht zu großen Teilen vermeiden würde? Auf jeden Fall. Aber er bleibt ein erstaunliches, elektrisierendes Stück Hip-Hop-Historie mit einem dringlichen Hall in unsere Gegenwart.“ (The Rolling Stone)

Bewertungen:

Deutsche Film- und Medienbewertung FBW: Prädikat besonders wertvoll

„Das musikalische Biopic ist ein Film eines Fans für Fans, er beschwört die Atmosphäre der wildesten Epoche des Gangsta Rap. Die Story folgt dem verklärenden Blick der drei Koproduzenten auf die eigene Vergangenheit. Doch der Film ist weit davon entfernt, einen Heldenmythos zu schaffen. Das liegt vor allem an der Kamera, die stets eine distanziert-skeptische Distanz wahrt.
Und es ist ein handwerklich großartiger Film, der den Mythos beschwört und nicht nur mit der Musik auch Nicht-Hip-Hop-Begeisterte in seinen Bann zieht. Die jungen, noch unbekannten Schauspieler, darunter der Sohn von Ice Cube, spielen sich die Seele aus dem Leib und haben die Sympathien jederzeit auf ihrer Seite. Und es ist leider auch ein höchst aktueller Film. Die Polizeigewalt, die die vier in ihrer Jugend erlebten, beherrscht auch in diesem Jahr die Schlagzeilen aus amerikanischen Städten. Die Gefühle, die diese Übergriffe auslösten, haben N.W.A. in den Lyrics ihrer Gangsta-Raps authentisch beschrieben. Sie haben sich bis heute nicht verändert.“

Zur ausführlichen Jury-Begründung geht’s hier.

In Kooperation mit dem Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden. Mehr Informationen gibt’s hier.

Fr 4.3.16 20.15 Uhr OmU
So 6.3.16 20.15 Uhr OmU
Schlachthof-Film des Monats
STRAIGHT OUTTA COMPTON
Regie: F. Gary Gray, USA 2015, 147 min, DCP, OmU, FSK: ab 12, mit O‘Shea Jackson Jr., Corey Hawkins, Jason Mitchell

« Zurück